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Sicherheit steigern - illegalen Waffenhandel bekämpfen

Gruppenbild der Teilnehmer bei Regionalseminar zu Waffenhandel auf dem Plaza de Armas in Iquitos

Teilnehmer des Regionalseminars zu Waffenhandel, © Botschaft Lima

07.06.2018 - Artikel

Subregionaler Workshop gegen illegalen Waffenhandel

Der grenzüberschreitende Schmuggel von Kleinwaffen über nationale Grenzen hinweg stellt weltweit eine Gefahr für die regionale und subregionale Stabilität dar. Er bereitet gerade auch den Staaten in Süd- und Mittelamerika immer wieder Sorgen. 2003 hatte eine Gruppe von Friedensnobelpreisträgern unter Leitung des früheren Präsidenten von Costa Rica, Óscar Arias, die Idee zu einem internationalen Abkommen zur Aufstellung internationaler Normen für Einfuhr, Ausfuhr und Transfer von konventionellen Waffen. Der auf dieser Idee basierende internationale Vertrag über den Waffenhandel wurde am 2. April 2013 unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen verabschiedet. Neben Deutschland und vielen anderen Europäischen Staaten ist auch Peru ein Mitglied des Vertrags. Kolumbien befindet sich zur Zeit im Beitrittsprozess.

Vier Sprecher, davon 2 Frauen und 2 Männer, sitzen am Sprechertisch beim Regionalseminar zum Thema Waffenschmuggel
Sprecher beim Regionalseminar zu Waffenschmuggel© Botschaft Lima
Vor diesem Hintergrund fand am 9. und 10. Mai 2018 in Iquitos ein von der EU finanziertes und von der deutschen BAFA (dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) organisiertes Seminar zu Fragen des illegalen, grenzüberschreitenden Waffenschmuggels statt. An ihm nahmen nicht nur Experten aus Peru und Kolumbien teil, sondern auch aus Argentinien, Costa Rica, Spanien, Schweden, Deutschland und den Vereinten Nationen. Eröffnet wurde die Konferenz unter anderem durch ein Grußwort des deutschen Geschäftsträgers a.i. in Lima, Dr. Thomas Schmitt. Für das BAFA sprach Frau Covadonga López Iglesias.

Die Teilnehmer diskutierten zuerst auf dem Seminar gemeinsame Sicherheits-Herausforderungen, die der grenzüberschreitende Waffenschmuggel mit sich bringt, und Möglichkeiten zu ihrer Lösung. Anschließend besuchten sie Einrichtungen der peruanischen Sicherheitsbehörden in Iquitos, um sich mit den praktischen Problemen und den Möglichkeiten zu ihrer Bewältigung vertraut zu machen. Darunter waren auch Schiffe der peruanischen Kriegsmarine auf dem Amazonas.

Wir hoffen, mit diesem Seminar einen konkreten Beitrag zur Unterbindung von Waffenschmuggel im Amazonasbereich geleistet zu haben!

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