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Peruanerin Liz Chicaje Churay mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet

Peruanerin Liz Chicaje Churay mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet

Peruanerin Liz Chicaje Churay mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet, © Frankfurt Zoological Society - Perú

29.01.2019 - Artikel

Der französische Botschafter Antoine Grassin und der deutsche Botschafter Stefan Herzberg übergaben am Dienstag, den 22. Januar 2019 im Namen ihrer Regierungen den Deutsch-Französischen Menschenrechtspreis an Frau Liz Chicaje Churay, eine Menschenrechtsverteidigerin aus dem Amazonasgebiet.

Die Verleihung fand in der Residenz des deutschen Botschafters in Lima in Anwesenheit des peruanischen Staatssekretärs für Menschenrechte und Zugang zur Justiz, Herrn Daniel Sánchez Velásquez, sowie zahlreichen Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und weiteren geladenen Gästen statt.

Die Peruanerin Liz Chicaje Churay, die für die territoriale Sicherheit der indigenen Bevölkerung eintritt, ist eine der 15 Preisträgerinnen und Preisträger weltweit, die durch Frankreich und Deutschland ausgezeichnet wurden.

„Im Jahr des 70-jährigen Bestehens der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ehren Deutschland und Frankreich 15 Preisträgerinnen und Preisträger, die mutig für die Menschenrechte eintreten. Sie stehen stellvertretend für die vielen anderen Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidiger, die bei ihrem Einsatz für die Menschenrechte unerkannt bleiben und beim Kampf für Gerechtigkeit oftmals großes Unrecht erleiden. Ihnen allen gilt unser Dank, unsere Anerkennung und Respekt dafür, dass aus den Worten der Erklärung Taten werden“, erklärten der französische Außenminister Herr Jean-Yves Le Drian und Außenminister Heiko Maas.

Liz Chicaje Churay ist eine führende Persönlichkeit aus der indigenen Gemeinschaft Boras (Loreto), die sich der Verteidigung der Rechte der indigenen Bevölkerung und dem Umweltschutz verpflichtet hat und sich unermüdlich für die ressourcenschonende Verwaltung großer indigener Gebiete zwischen den Flüssen Napo, Putumayo und Amazonas in der Grenzregion zu Kolumbien und Brasilien einsetzt.

Als Präsidentin der Föderation der eingeborenen Gemeinschaft Ampiyacu (Federación de Comunidades Nativas del Ampiyacu -„FECONA“) und Mitglied des Komitees der Kategorisierung des Schutzgebietes Yaguas spielte Liz Chicaje Churay eine Schlüsselrolle für die Einrichtung des Nationalparks Yaguas im Januar 2018.

Dieser Nationalpark, der im Bezirk Putumayo in der Provinz Maynas in der Region Loreto im Nordosten Perus gelegen ist, ermöglicht den Erhalt und den Schutz eines Gebiets von knapp 8.700 Quadratkilometern, das die artenreichste Flora und Fauna Perus beherbergt.

Die Verleihung der Auszeichnung an Liz Chicaje Churay bot gleichzeitig die Gelegenheit den 56. Jahrestag des Élysée-Vertrages, des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages, zu begehen und damit die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland in vielen Bereichen –wie der Förderung und Verteidigung von Menschenrechten in der Welt– zu feiern. Dieses Versprechen erneuerten der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel am selben Tag mit der Unterzeichnung des Vertrages von Aachen, in dem die Schwerpunkte der deutsch-französischen Zusammenarbeit in den nächsten Jahren festgelegt wurden.

Über den Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit

Seit 2016 vergeben Deutschland und Frankreich jährlich den Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit an 15 Persönlichkeiten, welche in ihrem Land oder auf internationaler Ebene auf herausragende Weise zum Schutz und zur Förderung von Menschenrechten beigetragen haben.

Dieser Preis trägt dem ständigen Versprechen Frankreichs und Deutschlands Rechnung, die Menschenrechte und den Rechtsstaat zu schützen und dient der verstärkten Zusammenarbeit der beiden Länder in diesem Bereich.

Die weiteren diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:

Herr Mohamed Lotfy (Ägypten), Herr Alfredo Okenve (Äquatorial-Guinea), Herr Yu Wensheng (China), Frau Aminata Traoré (Côte d’Ivoire), Herr Nityanand Jayaraman (Indien), Frau Chak Sopheap (Kambodscha), Frau Hessen Sayah Corban (Libanon), Frau Memo Mekfoula Mint Brahim (Mauretanien), Herr Daoud Nassar (Palästinensische Gebiete), Herr Oyub Titiev (Russland), Frau Vuyiseka Dubula-Majola (Südafrika), Herr Anwar al-Bunni (Syrien), Frau Sirikan Charoensiri (Thailand), Frau Susana Raffalli Arismendi (Venezuela)

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