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Peru auf einen Blick

Leuchtturm am Malecón in Lima mit Ankel im Vordergrund

Leuchtturm am Malecón in Lima © Botschaft Lima

Artikel

Ländername: Republik Peru; República del Perú


Aufnahme diplomatischer Beziehungen:

28.06.1951 (Bundesrepublik Deutschland)

28.12.1972 (Deutsche Demokratische Republik)

Regierungsform: Republik (Verfassung vom 31.12.1993)

Peruanische Fahne
Flagge Perus © AA

Klima:
Östliches Amazonasgebiet: feuchttropisch
Hochland: tropisches Hochgebirgsklima
Küste: heiß im Sommer (Dezember - März), kühl von Mai bis November; trocken

Lage: An der Westküste Südamerikas zwischen 0° und 18° südlicher Breite, 69° und 81° westl. Länge

Fläche: 1,285 Mio km², 3.079 km Küstenlinie

Hauptstadt: Lima; ca. 9,9 Mio Einwohner (mit Hafenstadt Callao)

Bevölkerung: ca. 31,49 Mio.
45% Indigene, 37% Mestizen, 15% Weiße, 3% asiatischer und afrikanischer Herkunft
Bevölkerungswachstum 1,1%

Landessprachen: Spanisch (86,6%), Quechua, Aymara

Religion: 81,3% römisch-katholisch, 12,5% evangelisch, 3,3% andere Religionen, 2,9% konfessionslos

Nationalfeiertag: 28. und 29. Juli (Unabhängigkeitstag 28.07.1821)

Regierungsform: Republik (Verfassung vom 31.12.1993)

Staatsoberhaupt: Keiko Sofía Fujimori Higuchi, Staatspräsidentin, Amtsantritt am 28.07.2026, Amtszeit 5 Jahre, direkte Wiederwahl nicht möglich

Vertreter des Staatsoberhaupts: Luis Galarreta Velarde, 1. Vizepräsident, Miguel Torres, 2. Vizepräsident.

Regierungschef: Luis Galarreta Velarde , Präsident des Ministerrats

Außenminister: Alfonso Carlos Espá y Garcés Alvear

Parlament: Kongress: Zweikammerparlament: 130 Abgeordnete und 60 Senatoren.

Regierungspartei: Fuerza Popular (Fujimorista – FP)

Verwaltungsstruktur: 25 Regionen, 195 Provinzen

Mitgliedschaft in den wichtigsten internationalen Organisationen: Vereinte Nationen und Sonderorganisationen, Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), Andengemeinschaft (Comunidad Andina de Naciones, CAN), Union der Südamerikanischen Staaten (UNASUR), Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC), Lateinamerikanische Energieorganisation (OLADE), Lateinamerikanische Integrations-Assoziation (ALADI), Ständige Süd-Pazifik-Kommission (CPPS), Lateinamerikanisches Parlament, Konferenz der Blockfreien Staaten, Asia Pacific Economic Cooperation (APEC)

Wichtigste Medien:
8 kommerzielle, 1 staatlicher sowie zahlreiche private Kabel-TV-Kanäle
6 große Tageszeitungen
3 landesweite Radiosender, zahlreiche lokale Radiostationen
3 Wochenzeitungen, zahlreiche politische Magazine

Bruttoinlandsprodukt (2015): ca. 192 Mrd. USD

Pro-Kopf-BIP (2015): 6.121 USD

Wechselkurs: 1 USD = ca. 3,424 PEN (November 2016); PEN = Peruanischer Sol

Peru und Deutschland verbinden enge und freundschaftliche politische Beziehungen. Der Austausch ist intensiv, sowohl bilateral als auch in multilateralen Foren als Verfechter einer regelbasierten internationalen Ordnung. Peru ist „Partnerland“ des BMZ, Deutschland wichtigster bilateraler Geber, es besteht eine Klimapartnerschaft.

In Peru sind drei deutsche politische Stiftungen vertreten (Friedrich Ebert, Friedrich Naumann und Konrad Adenauer).

Seit 1968 gibt es in Lima eine Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer mit ca. 280 Mitgliedsunternehmen, seit 2014 besteht eine bilaterale Rohstoffpartnerschaft. Deutschland war im September 2025 Gastland der wichtigsten Bergbaumesse der Region „Perumin“ in Arequipa. Deutsche Unternehmen sind vor allem im Vertrieb von Technologie erfolgreich. Größte Investition ist der Ausbau des Flughafens Lima durch die Fraport AG, welcher Ende Mai 2025 in Betrieb genommen wurde.

In der Entwicklungszusammenarbeit arbeitet Deutschland seit 63 Jahren intensiv mit Peru zusammen und ist größter bilateraler Geber. Die fünf Aktionsfelder der EZ sind: Klimaschutz/Anpassung an den Klimawandel, Biodiversität und Waldschutz sowie gute Regierungsführung und nachhaltige Stadtentwicklung. Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit im Klima- und Umweltschutz, die sich an der internationalen Nachhaltigkeitsagenda orientiert sowie die Annäherung an internationale Standards im Kontext des Beitrittsprozesses Perus zur OECD. Bei den EZ-Regierungsverhandlungen 2022 wurde - als erste in Lateinamerika - eine politische Erklärung zur Klima- und Entwicklungspartnerschaft mit Peru unterzeichnet.

Im Bereich Kultur sind Deutsch als Fremdsprache (drei Auslandsschulen, zehn weitere PASCH-Schulen, insgesamt circa 18.500 Deutschlernende) und Wissenschaftsaustausch (knapp 2.000 peruanische Studierende in Deutschland) die wichtigsten Themen.

In Lima gibt es ein Goethe-Institut, in Arequipa und Cusco jeweils ein deutsch-peruanisches Kulturinstitut.

Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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