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Deutschland und Peru: Bilaterale Beziehungen

12.03.2021 - Artikel

Peru und Deutschland verbinden enge und freundschaftliche politische Beziehungen. Der Austausch ist intensiv, sowohl bilateral als auch in multilateralen Foren.

Politische Besuche finden regelmäßig statt. Der Bundespräsident besuchte Peru 2015, die Parlamentariergruppe Anden-Staaten des Deutschen Bundestages reiste 2019 nach Lima und Pucallpa.

In Peru befinden sich Büros deutscher politischer Stiftungen (Konrad Adenauer, Hanns Seidel, Friedrich Naumann und Friedrich Ebert).

Das wirtschaftliche Wachstum Perus lag 2019 bei rund 4%.  Durch die COVID-19-Pandemie ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 11,1% gefallen. Größte deutsche Investition ist der Ausbau des Flughafens Lima durch die Fraport AG. Deutsche Unternehmen sind vor allem im Liefergeschäft, besonders im Technologiebereich, aktiv und erfolgreich.

Das BIP von 229 Mrd. US-Dollar (2019) wurde zu rund 58% durch Handel und Dienstleistungen, zu 16% in der Industrie, zu 15% im Bergbau und in der Ölförderung, zu 5% im Baugewerbe und zu 6% in der Landwirtschaft erbracht. Der Bergbausektor erwirtschaftet etwa 60% der Exporte des Landes. Der pandemiebedingte wirtschaftliche Einbruch hat 2020 alle Sektoren betroffen.

Die Entwicklungszusammenarbeit setzt mit den Schwerpunkten Umwelt, gute Regierungsführung und nachhaltige Stadtentwicklung an Schlüsselfaktoren nachhaltiger Entwicklung in Peru an. Im Zentrum stehen die Unterstützung des peruanischen Antikorruptionsplans sowie die Zusammenarbeit in Klima- und Umweltfragen, die sich an der internationalen Nachhaltigkeitsagenda und den nationalen Beiträgen zum Klimaschutz orientiert. In entwicklungspolitischen Verhandlungen mit Peru konnten kurzfristig Mittel zur Pandemiebekämpfung und Hilfe zum wirtschaftlichen Wiederaufbau zur Verfügung gestellt werden. 

Im Bereich Kultur sind die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache (drei Auslandsschulen, 21 weitere Deutsch unterrichtende Schulen, insgesamt circa 18.500 Deutschlernende) sowie der Wissenschaftsaustausch (zahlreiche bilaterale Hochschulkooperationen, 2019: 490 DAAD-Stipendien für peruanische Staatsangehörige und insgesamt 1.436 peruanische Studierende in Deutschland) wichtigste Themen.

In Lima gibt es ein Goethe-Institut, in Arequipa ein deutsch-peruanisches Kulturinstitut.

Weitere Informationen

Peru ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Arbeitsschwerpunkte sind die Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen, die Stärkung der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung sowie die Förderung der ländlichen Entwicklung und des Umweltschutzes. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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