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Wirtschaft

18.12.2017 - Artikel

Stand: März 2018

Volkswirtschaftliche Lage

Das Wirtschaftswachtum in Peru ist mit unter den Höchsten Lateinamerikas. Nachdem Peru zwischen den Jahren 2015 (3,26%) und 2016 (3,9%) eine Steigerung des Wirtschaftswachstums verbuchen konnte, musste es im Jahr 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5% leichte Einbußen hinnehmen. Gründe für die schwächere Wirtschaft im Jahr 2017 waren Schäden, die durch das Wetterphänomen „El Niño Costero“ im ersten Quartal des Jahres verursacht wurden, sowie die im Gefolge des Korruptionsskandals um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht ins Stocken geratenen großen Infrastrukturprojekte des Landes.  Die Prognosen für 2018 und 2019 gehen jeweils von einem Wachstum von ca. 2,5% und 4% aus. Ausschlaggebend dürften auch die wieder steigenden Rohstoffpreise sein. Die Prognose für 2018 ist dabei  auf die  destabile politische Lage der letzten Monate zurückzuführen.
Die Staatsverschuldung lag im Jahr 2017 bei 24,5% und damit weit unter dem OECD-Durchschnitt von 68,8%. Die Rating-Agenturen bewerten Peru durchweg positiv und attestieren eine stabile Entwicklung (Standard & Poors und Fitch Rating BBB+, Moody’s A3). 
Im Jahr 2016 näherte sich die Inflationsrate mit 3,2% wieder der Zielmarke der Zentralbank von 2 bis 2,5% an. Im Jahr 2017 blieb dieser Wert stabil. Der Wechselkurs des peruanischen Sol zum US-Dollar lag Anfang März 2018 bei  3.26 und zum Euro bei 3,94.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Wichtigste Wirtschaftszweige sind der Bergbau und die Landwirtschaft, sowie die Bauwirtschaft. Weiterhin sind das verarbeitende Gewerbe, der Tourismus und der Fischereisektor von Bedeutung.

Außenwirtschaft

2017 legten die Exporte mit einem Zuwachs von 11,3% auf 44,02 Mrd. US-Dollar kräftig zu. Auch die Importe, die 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 6,1% sanken, stiegen im Jahr 2017 wieder um 9% auf 37,78 Mrd. US-Dollar an. Daraus folgt ein deutlicher Handelsüberschuss von 6,24 Mrd. US-Dollar. Sowohl beim Import als beim Export stehen China und die USA jeweils mit Abstand als Handelspartner Perus an erster und zweiter Stelle.
Hauptausfuhrprodukte Perus sind Metalle (an erster Stelle Kupfer), Fischereiprodukte, Kaffee, Früchte, Avocados, Spargel und andere Agrarerzeugnisse. Haupteinfuhrgüter sind Vorprodukte für die heimische Industrie, Kapitalgüter, Brennstoffe und Fahrzeuge.

Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Peru ist unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank, der Andengemeinschaft (CAN) und der Asia Pacific Economic Cooperation (APEC). Peru ist seit 2011 Gründungsmitglied der "Alianza del Pacífico" (Pazifikallianz) zusammen mit Chile, Mexiko und Kolumbien. Der vor allem wirtschaftspolitische Zusammenschluss sieht niedrige Zölle und eine enge Abstimmung von Standards und anderen staatlichen Regelnder freihandelsorientierten Partner vor. 
Peru hat insgesamt 21 Freihandelsabkommen abgeschlossen. Die wichtigsten sind die Freihandelsabkommen mit den USA, China, Chile und der EU, letzteres gemeinsam mit  Kolumbien und Ecuador. Weitere Abkommen sind in Vorbereitung. Peru war eine der treibenden Kräfte zur Ausarbeitung des Pazifik-Handelsabkommens CPTPP (Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership), das als „Nachfolger“ der am Widerstand des US-Präsidenten Trump gescheiterten TPP (Transpacific Partnership) gilt und am 8. März 2018 unterzeichnet wurde.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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