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Deutschland und Peru: Bilaterale Beziehungen

20.04.2022 - Artikel

Peru und Deutschland verbinden enge und freundschaftliche politische Beziehungen. Der Austausch ist intensiv, sowohl bilateral als auch in multilateralen Foren.

Politische Besuche finden regelmäßig statt. Der Bundespräsident besuchte Peru 2015, die Parlamentariergruppe Anden-Staaten des Deutschen Bundestages reiste 2019 nach Lima und Pucallpa.

In Peru befinden sich Büros deutscher politischer Stiftungen (Konrad Adenauer, Hanns Seidel, Friedrich Naumann und Friedrich Ebert).

Das über 22 Jahre andauernde wirtschaftliche Wachstum Perus war durch die COVID-19-Pandemie unterbrochen worden; das Bruttoinlandsprodukt sank im Jahr 2020 real um 11,1%.

Im Jahr 2021 erholte sich die peruanische Wirtschaft allerdings um 13% des BIP. Inzwischen normalisiert sich das Wirtschaftsleben wieder; für 2022 wird ein Wachstum von 3-4% prognostiziert.

Größte deutsche Investition ist der Ausbau des Flughafens Lima durch die Fraport AG. Deutsche Unternehmen sind vor allem im Liefergeschäft, besonders im Technologiebereich, aktiv und erfolgreich.

Das BIP wird zu rund 58% durch Handel und Dienstleistungen, zu 16% in der Industrie, zu 15% im Bergbau und in der Ölförderung, zu 5% im Baugewerbe und zu 6% in der Landwirtschaft erbracht. Der Bergbausektor erwirtschaftet etwa 60% der Exporte des Landes. Der pandemiebedingte wirtschaftliche Einbruch hat 2020 alle Sektoren betroffen.

 Die Entwicklungszusammenarbeit setzt mit den Schwerpunkten Umwelt, gute Regierungsführung und nachhaltige Stadtentwicklung an Schlüsselfaktoren nachhaltiger Entwicklung in Peru an. Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit in Klima- und Umweltfragen, die sich an der internationalen Nachhaltigkeitsagenda und den nationalen Beiträgen zum Klimaschutz orientiert, sowie die Annäherung an OECD-Standards im Rahmen des Beitrittsprozesses Perus zur OECD. In entwicklungspolitischen Verhandlungen mit Peru konnten kurzfristig Mittel zur Pandemiebekämpfung und Hilfe zum wirtschaftlichen Wiederaufbau zur Verfügung gestellt werden. 

Im Bereich Kultur sind die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache (drei Auslandsschulen, 21 weitere Deutsch unterrichtende Schulen, insgesamt circa 18.500 Deutschlernende) sowie der Wissenschaftsaustausch (zahlreiche bilaterale Hochschulkooperationen, 2019: 490 DAAD-Stipendien für peruanische Staatsangehörige und insgesamt 1.436 peruanische Studierende in Deutschland) wichtigste Themen.

In Lima gibt es ein Goethe-Institut, in Arequipa ein deutsch-peruanisches Kulturinstitut.

Weitere Informationen

Peru ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Arbeitsschwerpunkte sind die Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen, die Stärkung der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung sowie die Förderung der ländlichen Entwicklung und des Umweltschutzes. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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